PALAIS: Konzertreihe »Offenes Palais«
Di 12.02.2019 | nachmittags um 14:30 Uhr und abends um 19:30 Uhr

Konzerte und Theater

LAILAH - Lieder der drei abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam

Chasan Jalda Rebling (Berlin), Maria Jonas (Köln) und Miriam Amer (Berlin) - Gesang
Bassem Hawar - Djoze (irakische Kniegeige)

LAILAH ist ein interkulturelles-religiöses Projekt, welches die Grenzen zwischen den drei Religionen Judentum, Christentum und Islam musikalisch überschreitet, um zu ihren antiken Ursprüngen zurückzukehren. Gemeinsamkeiten werden entdeckt, ohne die Verschiedenheit der Wege aufzugeben. Im Zentrum steht der musikalische Dialog, bzw. Trialog. Was alle miteinander teilen können, sind musikalische Wurzeln, die auf gemeinsame modale Ursprünge zurückgeführt werden können. Hier beginnt die Entdeckungsreise.

Ausgangspunkt sind die Psalmen, die im jüdischen wie christlichen Leben einen wichtigen Platz einnehmen. Das Wort “Psalm” leitet sich vom griechischen Wort “psalmos” her und meint ein Lied, das unter Begleitung eines Saiteninstrumentes gesungen wird. Das Judentum spricht vom “Buch der Lobgesänge”. Es sind Lobgesänge, die zu den festgesetzten Gebetszeiten in der Synagoge und zu Hause gesagt (gesungen) werden. Sie sind im Alltag der Menschen bis zum heutigen Tag vertraut. Im christlichen Kontext haben die Psalmen ihren Platz im Gottesdienst und im Stundengebet. Die ersten Christen haben die festen Gebetsstunden der Juden übernommen und so entstand für das Klosterleben im Mittelalter bis heute ein fester Tagesrhythmus.

Im Heiligen Qur'an finden sich keine Psalmen, doch an zwei Stellen werden die Psalmen (arabisch: Zabur) namentlich erwähnt: “Wir gaben dir eine Offenbarung, wie Wir Noah und den Propheten nach ihm offenbart haben. Und Wir offenbarten (auch) Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen, Jesus, Hiob, Jonas, Aaron und Salomo. Und Wir ließen David die Psalmen zukommen”. Zudem kann man eindrückliche Parallelen in Stilistik und Motivik zwischen vielen Suren und Psalmen herstellen. Es lassen sich nicht weniger als 141 Psalmen-Reminiszenzen im Koran auflisten, die in der Forschung immer noch der gründlichen Auswertung harren. Einige dieser Aspekte herauszuarbeiten war und ist wesentlicher Bestandteil der (jahrelangen!) gemeinsamen Arbeit der Mitwirkenden.

In der jüdischer und orientalischen Gesangstradition wurde und wird das Wissen um die Melodien der Lieder von Mund zu Ohr weitergegeben, ganz in mittelalterlicher Tradition. Darum gibt es nur vereinzelte Aufzeichnungen jüdischer Musik vor dem 16. Jahrhundert. So sind die Melodien für die Psalmen (Tehilim), Sprüche der Väter (Mishli) und das Buch Hiob völlig verloren gegangen. Im Orient hat sich diese orale Tradition bis heute erhalten und es gibt ebenso keinerlei Notationen für die Koranrezitationen. Im Christentum dagegen wurden die liturgischen Melodien ab ca. dem 9. Jahrhundert aufgeschrieben, zunächst in unlinierten Neumen. Heute sind wir im Westen ganz und gar abhängig von aufgeschriebener Musik.

Vom Boden rund um das Mittelmeer kamen die Propheten und pflanzten entlang der Küsten ihre drei Religionen: Judentum - Christentum - Islam. Das mediterrane Mosaik aus Vergangenheit und Gegenwart beschäftigt heute noch das Weltgeschehen.

Vielleicht können wir mit unserem gemeinsamen Singen den religiösen Nachbarn ein Stück näher kommen?

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Das Nachmittagskonzert beginnt um 14:30 Uhr, das Abendkonzert um 19:30 Uhr.
Karten: 14,50 € | 12,50 € ermäßigt | 5,- € für Arbeitslose, Studenten und Schüler
Vorbestellungen: Buchhandlung "Lesezeichen" | Prießnitzstraße 56, 01099 Dresden | Telefon: 0351-8033914

Veranstaltungsdetails

Termin Di 12.02.2019 | nachmittags um 14:30 Uhr und abends um 19:30 Uhr
Preise Karten an der Tageskasse für 14,50 € / 12,50 € ermäßigt / 5 € Studenten, Schüler, Arbeitslose (nur Barzahlung, 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn) unter Vorbehalt | Preisaufschlag bei Adventskonzerten.
Für Kinder geeignet Ab 14 Jahren

Anreise & Anfahrtsskizze

Informationen zur Ankunft:

PKW

  • alle Autobahn-Abfahrten Richtung Zentrum Dresden
  • Wegweisern »Zoo« oder »Gläserne Manufaktur« folgen
  • Parken ist ausschließlich auf den öffentlichen Parklätzen an den umliegenden Straßen möglich oder am Georg-Arnhold-Bad.
  • Die Einfahrt in den Großen Garten ist nur mit vorheriger, schriftlicher Sondergenehmigung gestattet.
  • Es gibt keine Möglichkeit, an der Freilichtbühne zu parken.

Zug und Bahn

  • vom Hauptbahnhof weiter mit den Linien 9, 10 oder 11

ÖPNV

  • Straßenbahnlinien 1, 2, 4, 9, 10, 11, 12, 13
  • Buslinien 61, 63, 75, 85
  • Haltestellen Straßburger Platz, Comeniusplatz, Großer Garten (Hygienemuseum), Lennéplatz, Querallee, Tiergartenstraße
  • Interaktive und verkehrsmittelübergreifende Anfahrtplanung und weitere Hilfen finden Sie bei Greenmobility

Veranstaltungsort

Großer Garten Dresden & Dresdner Parkeisenbahn

Dresdner Parkeisenbahn
E-Mail: parkeisenbahn@schloesserland-sachsen.de

Geschäftsstelle Großer Garten

Postadresse: Kavaliershaus C, Hauptallee 10 | 01219 Dresden

+49 351 4456-795
grosser.garten@schloesserland-sachsen.de

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